Donnerstag, 10. Januar 2013

Sentiero della pace 8

Auf diesem breiten Kriegsweg steigt man von der Fraccaroli- Hütte ab.
Über die Bocchetta Mosca quert man zur Bocca di Fondi, dort gehts steil nach unten.
Hier trafen wir einen E 5- Wanderer, der uns vor der Hütte am Pasubio warnte. Das Essen und der Service sei schlecht, was sich aber später als unwahr herausstellte!
Man sollte nicht alles und jedem in den Bergen glauben.





Blick auf die Cima Carega rechts
der steile Abstieg von der Bocca dei Fondi
Nähe Malga Boffetal
Am Passo di Campogrossi kommt man nach einem langen Abstieg an der Teerstraße raus und es gestaltete sich etwas schwierig, den Weiterweg zu finden. Man mußte kurz bergan steigen, um im Weiteren auf die lieblichen Wiesen der Sette- Fontane zu kommen, wo sich ein  Blumenmeer ausbreitet.  Kurz danach trifft man auf eine Teerstraße und folgt dieser zum Passo della Fugazze. Schon seit Stunden konnten wir in der Entfernung hören, dass nun ein Gewitter immer näher kam und wir verkrochen uns am Paß in einer italienischen Bar. 2 Stunden später blinzelte die Sonne wieder heraus und wir machten uns auf, die Strada degli Eroi in Angriff zu nehmen. Diese führt den Sentiero della Pace auf das Pasubiomassiv. Die Sonne heizte die Luft dermaßen auf, dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen. 

ein Teil der Strada degli Eroi vom Rifugio Papa aus
Die breite Militärstrasse kann man öfters abkürzen und sie führt durch mehrere Tunnels, die sehr beeindruckend sind. Man nähert sich dem schroffen Pasubio- massiv immer mehr und staunt über die vielen Felszinnen.
Klatschnaß betraten wir nach Stunden das Rifugio Achille Papa, das gutes Essen und ordentliche Schlafplätze bietet.
Rifugio Achille Papa am Pasubio
Wer Zeit hat , dem empfehle ich, gegenüber der Hütte die 52 Tunnels bzw. wenigstens ein paar derer anzuschauen, die vom Colle Xomo heraufziehen. An dieser Strada delle Gallerie wurde sogar ein Tunnel gebaut, dass wie eine Wendeltreppe angelegt ist.
Offiziell lenkt der Friedensweg nun aber durch die Porta del Pasubio, einen Geländeeinschnitt, mitten ins Kampfgebiet des 1. Weltkriegs, indem tausende ihr Leben ließen. Zwischen dem Dente austriaco und dem Dente italiano sind kaum 100 Meter. Die Inbesitznahme der gegnerischen Stellung wäre für beide Seiten enorm wichtig gewesen, um in das feindliche Gebiet eindringen zu können.
Schützengräben am Pasubio
immer wieder Reste des Kriegs






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